Produkttest im eigenen Realbetrieb

varmeco setzt auf grüne Heiztechnik: Modernisierung mit Wärmepumpe und Solarthermie im Realbetrieb

Was geschieht, wenn neue Produkte ein vorhandenes Heizsystem ergänzen? Wie lassen sich klimafreundliche Wärmequellen nach und nach im Bestand verfügbar machen? Das möchte das Unternehmen varmeco (Kaufbeuren), Entwickler und Hersteller heiztechnischer Produkte und Spezialist für intelligentes Wärmemanagement, wissen.

„Der Umbau von Bestandsanlagen bringt oft Herausforderungen mit sich“, sagt Philipp Stockklausner , Geschäftsführer bei varmeco. Er verantwortet ein Modernisierungsprojekt, das varmeco zur Green Company macht. Dafür wurde das Erdgas-Blockheizkraftwerk demontiert; im Einsatz geblieben sind der Heizspeicher, das Heiz- und Warmwassernetz und die Solarthermieanlage. Neu sind zwei Wärmepumpen und PVT-Kollektoren, die ihre Wärme in einem ebenfalls neuen 3.000-Liter-Niedertemperatur(NT)-Speicher zwischenspeichern. Außerdem wurde der bereits vorhandenen eXergiemaschine eine zweite zur Seite gestellt. Die beiden eXergiemaschinen nutzen die Temperaturen des NT-Speichers und boostern diese auf ein gut nutzbareres Niveau. Dieses Konzept ermöglicht den effizientesten Betrieb der Wärmepumpen. Als Backup ist ein Holzpellet-Kessel installiert. Zudem sorgt eine neue Photovoltaik-Anlage mit 180 kWp für einen hohen Autarkiegrad der strombetriebenen Wärmelösung, welche nun die Verwaltung, die Produktion und das Lager mit Wärme und Warmwasser bedient – effizient und CO2-frei.

„Worst-Case-Szenario“ nachgebildet

Wärmespezialist varmeco wählte einen steinigen Pfad zum grünen Unternehmen: „Statt eine Erneuerung der Hydraulik vorzunehmen, entschieden wir uns dafür, das System wachsen zu lassen und so ein ‚Worst-Case-Heizungssystem‘ aufzubauen“, berichtet der Geschäftsführer. „Wir wollten so Bedingungen nachbilden, wie sie bei der Sanierung von Wohngebäuden oder Hotels auftreten können – und die sind meistens nicht optimal.“ Zum Beispiel koppelt varmeco die hohen Temperaturen der Solarthermie und die Niedertemperaturwärme der neuen PVT-Kollektoren über zwei verschiedene Solarstationen auf eine Leitung. Bei einer neuen Anlage würde man das vermeiden. Auch der Parallelbetrieb von zwei eXergiemaschinen für die Temperaturanhebung auf über 60 Grad ist eher selten. Im Sommer 2026 möchte varmeco auswerten, wir gut das Management der eigenen Heiztechnik funktioniert. Im Idealfall kann das System Solarwärme priorisieren und lässt die Wärmepumpen selten, den Pelletkessel nie laufen. „Was auch immer bei diesem ‚Selbstversuch‘ herauskommt, wird uns helfen, die Regelungstechnik unserer Produkte zu optimieren“, verspricht Stockklausner.

Die erfolgreiche Modernisierung macht deutlich: Mit innovativen Lösungen wie Wärmepumpen, Solarthermie und intelligenter Regelungstechnik ist eine nachhaltige und CO₂-freie Wärmeversorgung heute schon möglich – selbst im anspruchsvollen Realbetrieb. varmeco hat all diese bewährten Lösungen im Produktporfolio und geht mit gutem Beispiel voran und zeigt, wie der Weg zur „Green Company“ im eigenen Bestand gelingt.

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Häufig gefragt, einfach erklärt

Energie bleibt aus physikalischer Sicht immer erhalten. Sie besteht allerdings aus nutzbaren Anteilen, der Exergie, und nicht direkt nutzbaren, der sogenannten Anergie.

Energie = Exergie + Anergie

In der technischen Thermodynamik bezeichnet Exergie den Teil der Energie, der Arbeit verrichten kann. In der Heizungstechnik ist Exergie der Anteil, der durch höheres Temperaturniveau zu Wärmeströmen führt und so erst die Raumbeheizung und Trinkwassererwärmung ermöglicht.

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Exergie, der Anteil an der Energie, der darüber entscheidet, ob Wärme nutzbar ist, muss weiter in den Fokus rücken. Denn die Exergie-Optimierung ist der Schlüssel zur Systemeffizienz.

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Werden die unterschiedlich warmen Temperaturbereiche eines gut geschichteten Wasserspeichers komplett durchmischt, hat das Wasser am Ende eine einheitliche Mitteltemperatur.
Der Energieinhalt des Speichers bleibt dabei unverändert. Bei diesem Vorgang gibt das heiße Wasser seine Wärme an das kältere Wasser ab. Damit ist die Exergie, die im höheren Temperaturniveau gegenüber der Mitteltemperatur bestand und beispielsweise für
die Trinkwassererwärmung nötig wäre, verschwunden, und zwar unwiederbringlich, irreversibel. Aus Exergie wurde Anergie. Anergie ist Energie, die (ohne erneute Energiezufuhr) nicht mehr nutzbar ist. Nur wenn man Hilfsmittel (z. B. Strom) hinzuzieht, kann wieder
Exergie entstehen.
Im Gegensatz zur Energie kann folglich Exergie sehr wohl verringert, ja sogar komplett vernichtet werden.

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Die varmeco-Frischwassertechnik nutzt Durchlauferhitzer, um Trinkwarmwasser nur bei Bedarf zu erwärmen, wodurch die Vorhaltung in einem Trinkwarmwasserspeicher entfällt und Keimwachstum (bspw. Legionellen) gehemmt werden. Der integrierte Regler VarCon211 aktiviert die Ladepumpe nur bei Trinkwasserbedarf, was Energie spart und gleichzeitig für Hygiene sorgt.
Durch die Trennung von Heiz- und Trinkwasser sowie eine lernfähige Regelung passt sich das System optimal an den täglichen Bedarf an. Die Zirkulationspumpensteuerung hält das Trinkwarmwasser auf Temperatur und verhindert die Vermehrung von Legionellen, was hohen Warmwasserkomfort und Sicherheit gewährleistet.

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Die eXergiemaschine recycelt Abwärme, die in vielen Betrieben ungenutzt entweicht, und macht sie zu nutzbarer Wärme. Sie erhöht die Temperatur der Abwärme auf ein nutzbares Niveau und kühlt gleichzeitig den unteren Bereich des Heizspeichers, was den Wirkungsgrad der Wärmequellen verbessert. Diese effiziente Nutzung spart Energie und schont sowohl den Geldbeutel als auch die Umwelt.

Die eXergiemaschine ist eine spezielle Wärmepumpe, die hohe Quellentemperaturen und eine große Temperaturspreizung ermöglicht. Dadurch wird sie zu einem idealen Partner für regenerative Energieanlagen, wie Solarthermie und Hybrid-Module, die dadurch effizienter arbeiten und mehr Energie liefern.

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